Wirtschaftsverein Rügen > News > Zeitliche Umsetzung Gebietsreform und Organisation der zukünftigen Wirtschaftsförderung
Zeitliche Umsetzung Gebietsreform und Organisation der zukünftigen Wirtschaftsförderung
Gespächsrunde des Wirtschaftsvereins Rügen e.V. und der Inselwirtschaft mit der Politik
Der Wirtschaftsverein hatte zum 25.November 2010 ins Loev-Hotel Binz eingeladen.
Mit der Landrätin Rügens, Frau Kassner (Die Linke),Herrn Drescher (CDU), Landrat von NVP und dem Amtsleiter für Wirtschaftsförderung der Hansestadt Stralsund, Herr Fürst in Vertretung des OB, Herrn Dr. Badrow (CDU) berieten ca. 24 Vereinsmitglieder und Gäste über den Vorbereitungsstand zur Gebietsreform.
Die Gebietsreform soll gesetzeskonform bekanntlich zum 01. September 2011 in Kraft treten.
Der Wirtschaft der Insel ging es dabei naturgemäß vor allem um die Vor, - aber evtl. auch zu befürchtenden Nachteile bei einer zu erwartenden Zentralisierung der Verwaltung in Stralsund.
Unter der Moderation des Präsidenten des Wirtschaftsvereins Rügen e.V., Herrn Klaus Schütt stellten die 3 verantwortlichen Vertreter aus den heutigen Kreisen und der kreisfreien Stadt Stralsund ihren Vorbereitungsstand und ihre Sicht zur Arbeit in der eigens für die Fusionsvorbereitung gegründeten Arbeitsgruppe vor.
Herr Drescher konnte mit einer Reihe von Fakten die Vorteile für alle Bürgerinnen und Bürger des neuen Großkreises belegen.
Das betrifft nicht nur die von ihm begründete Mindestkosteneinsparung von ca. 5 Millionen Euro.
Aus seinen Erfahrungen einer bereits mitverantwortlich erlebten Kommunalreform konnte er auch evtl. Ängsten begegnen, die eine neue Kreistagszusammensetzung und Beschlüsse der „alten“ Kreistage betreffen könnte.
Sowohl eine weitgehende IT- Vernetzung, aber auch die Konzentration der Wirtschaftsförderung als Chefaufgabe des Landrates im Großkreis werden für die Effektivitätssteigerung der Verwaltungsarbeit und kompetente Betreuung der Wirtschaft als wesentlich gesehen.
Aus Stralsunder Sicht sind unter dem Eindruck der Veranstaltung überwiegend Vorteile mit dem Großkreis zu erwarten.
Dafür sprechen neben dem wohl zukünftigen Sitz des Landratsamtes in Stralsund nicht nur Kosteneinsparungen im Sozialbereich.
Frau Kassner betonte, dass der Kreis Rügen trotz der Klage gegen die Gebietsreform konstruktiv in der besagten Arbeitsgruppe mitwirkt.
Als erstes, bereits realisiertes Beispiele der Zusammenarbeit nannte sie die zentrale Rettungsleitstelle.
Sie konnte aber auch nicht verhehlen, dass Sie hinsichtlich der zukünftigen Kreisgröße und damit verbundener Entfernungen Demokratiedefizite und Mehrkosten für die Bürger erwarten würde.
Es wurde auch deutlich, dass ein konzentrierteres Marketing des Großkreises im Tourismusbereich Chancen für mehr Effizienz unter zukünftig nicht leichter werdenden Problemen der Branche ergeben könnte.
Dabei war allen Beteiligten klar, dass Werbefaktoren, wie „Rügen“ bzw. „Fischland, Darß, Zingst“ nicht geopfert werden dürften.
Alle 3 Verantwortlichen sahen keine Veranlassung, Wirtschaftskonzepte und strategische Grundausrichtungen der jetzigen Landkreise in Frage zustellen.
Allen im Raum war klar, dass der Prozess wegen des engen Zeitplans zur Vorbereitung und noch vieler zu lösender Personal- und Sachfragen erheblich an Fahrt gewinnen muss, wenn die Realisierung zum 01.9.2011 erreicht werden soll.
Mit der Wahl des zukünftigen Kreistages wäre auch über den Namen des neuen Kreises abzustimmen.
Die sehr sachlich und nach einem zur Vorbereitung den Verantwortlichen im Präsidium bekannten „Fahrplan“ geführte Debatte fand auch in den Medien ein lebhaftes Echo.
Beispiele: OZ vom 30.11.2010, „Blitz“ vom 05.12.2010 sowie hier
< | Seitenanfang | >